Die Qualität und Tragfähigkeit einer Betonoberfläche ist eine wichtige Voraussetzung für die dauerhafte Instandsetzung und Beschichtung von Betonbauteilen. Mit Abreißprüfungen lassen sich die Oberflächenzugfestigkeit von Beton sowie die Haftzugfestigkeit von Beschichtungen, Mörteln und anderen aufgebrachten Schichten direkt am Bauwerk bestimmen.
Als Ingenieurbüro führen wir Abreißprüfungen an Betonbauteilen und Instandsetzungssystemen fachgerecht durch und unterstützen damit die Beurteilung des vorhandenen Untergrundes sowie die Qualitätssicherung ausgeführter Arbeiten. Die Prüfverfahren werden bei der Instandsetzung und Sanierung von Parkhäusern, Tiefgaragen, Industriebauwerken und Fassaden sowie weitere Beton- und Stahlbetonbauwerke eingesetzt.
Wie funktioniert eine Abreißprüfung?
Bei der Abreißprüfung wird ein Prüfstempel mit einem geeigneten Klebstoff auf der zu untersuchenden Oberfläche befestigt. Je nach Prüfaufgabe wird der Prüfbereich zuvor durch Bohren bzw. Einschneiden vom umgebenden Material durch EInbohren einer Ringnut getrennt. Nach ausreichender Aushärtung des Klebstoffs wird mit einem Haftzugprüfgerät eine senkrecht zur Oberfläche wirkende Zugkraft aufgebracht und kontinuierlich gesteigert, bis es zum Bruch kommt.
Aus der maximal erreichten Zugkraft und der Prüffläche wird die entsprechende Zugfestigkeit in N/mm² ermittelt. Neben dem Messwert ist auch die Lage des Bruchs von Bedeutung. Das Bruchbild gibt beispielsweise Aufschluss darüber, ob das Versagen im Betonuntergrund, innerhalb einer aufgebrachten Schicht oder im Verbund zwischen unterschiedlichen Schichten eingetreten ist.
Oberflächenzugfestigkeit von Beton
Die Bestimmung der Oberflächenzugfestigkeit dient insbesondere dazu, die Festigkeit und Eignung eines Betonuntergrundes zu beurteilen. Dies ist beispielsweise vor der Ausführung von Betoninstandsetzungsmaßnahmen, Beschichtungen oder anderen Oberflächenschutzsystemen von Bedeutung.
Gerade bei stark beanspruchten Bauwerken wie Parkhäusern, Tiefgaragen und Industriebauwerken können die Ergebnisse wichtige Informationen für die Planung und Ausführung einer fachgerechten Instandsetzung bzw. Sanierung liefern.
Haftzugfestigkeit von Beschichtungen und Instandsetzungssystemen
Mit der Haftzugprüfung kann der Verbund zwischen dem Betonuntergrund und einer aufgebrachten Schicht überprüft werden. Dazu gehören beispielsweise Beschichtungen, Instandsetzungsmörtel und weitere Oberflächenschutz- oder Instandsetzungssysteme.
Die Prüfung eignet sich sowohl zur Untersuchung bestehender Systeme als auch zur Qualitätssicherung nach ausgeführten Arbeiten. Neben horizontalen Betonflächen können entsprechende Untersuchungen auch an vertikalen Bauteilen und Fassaden durchgeführt werden.
Eine fachgerechte Prüfung und Bewertung der Ergebnisse schafft eine belastbare Grundlage für die Beurteilung von Betonbauteilen und Instandsetzungsmaßnahmen bzw. Sanierungsmaßnahmen. Unser Ingenieurbüro unterstützt Sie bei der Durchführung und Dokumentation von Abreißprüfungen zur Bestimmung der Oberflächenzugfestigkeit und Haftzugfestigkeit von Beton nach TR-Instandhaltung in Verbindung mit der Rili-SIB des DAfStb – von einzelnen Bauteilen bis hin zu umfangreichen Untersuchungen an Parkhäusern, Tiefgaragen, Industriebauwerken und Fassaden.