Die Betondeckungsmessung ist ein wichtiges Verfahren zur zerstörungsfreien Untersuchung von Stahlbetonbauteilen. Sie dient dazu, die Lage der Bewehrung zu orten und die vorhandene Betondeckung über dem Bewehrungsstahl zu bestimmen. Als Ingenieurbüro setzen wir Betondeckungsmessungen im Rahmen der Bauwerksdiagnostik sowie als Grundlage für die Planung, Instandsetzung und Sanierung von Stahlbetonbauwerken ein.
Wie funktioniert eine Betondeckungsmessung?
Die Messung erfolgt in der Regel zerstörungsfrei mit einem elektromagnetischen Messgerät. Dabei wird die Betonoberfläche mit einer Messsonde abgefahren. Das Gerät erfasst die im Beton liegende Bewehrung und ermöglicht die Bestimmung ihrer Lage sowie des Abstands zwischen Betonoberfläche und Bewehrungsstahl. Auf diese Weise können die vorhandene Betondeckung und der Verlauf der Bewehrung untersucht und dokumentiert werden.
Die Betondeckung ist von besonderer Bedeutung für die Dauerhaftigkeit von Stahlbetonbauteilen. Eine zu geringe Betondeckung kann dazu führen, dass schädigende Einflüsse schneller bis zur Bewehrung vordringen und das Risiko einer Korrosion des Bewehrungsstahls steigt.
Betondeckungsmessungen für Instandsetzung und Sanierung
In Verbindung mit weiteren Untersuchungen, beispielsweise der Bestimmung der Karbonatisierungstiefe oder des Chloridgehalts, liefern Betondeckungsmessungen wichtige Erkenntnisse zur Beurteilung des Bauwerkszustands. Die Ergebnisse bilden damit eine wertvolle Grundlage für die fachgerechte Planung von Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen.
Unser Ingenieurbüro führt Betondeckungsmessungen unter anderem an Parkhäusern, Tiefgaragen, Industriebauwerken und Fassaden sowie an weiteren Beton- und Stahlbetonbauwerken durch. Die gewonnenen Messdaten unterstützen eine fundierte Zustandsbewertung und ermöglichen eine zielgerichtete Planung, Instandsetzung und Sanierung. Grundlage für unsere Messungen bildet das DBV-Merkblatt „Betondeckung und Bewehrung“.